Thema Abbruch von Schwangerschaften

Irland hat jüngst für „Ja“ gestimmt beim Referendum ob Abtreibung bei Schwangerschaften bis zur 12. Schwangerschaftswoche legalisiert und damit dem europäischen Standard angeglichen werden sollte.

Wenn’s die Mehrheit so will, dann ist das zwar demokratisch, aber ich darf es dennoch als Massenschwachsinn abtun.
In Zeiten von Facebook, WhatsApp, Instagram und co. darf man das ohnehin recht häufig.
Warum ich gegen dieses Ergebnis bin? Nicht, weil ich ein Gegner von Abtreibungen bin, sondern weil bei dem „Ja“ das “ ,aber!“ fehlt.

Es scheint dem demografischen Maßstab zu entsprechen,
dass von einer Schwangerschaft grundsätzlich nur eine Frau betroffen ist und diese auch nur die Frau etwas angeht.
Hat sich irgendjemand auch mal Gedanken gemacht wer von Leid betroffen ist, wenn eine Frau sich dafür entscheidet
ihr ungeborenes Kind abzutreiben?
Abseits davon, dass das ungeborene Kind nicht einmal die Chance bekommt einen einzigen Atemzug erleben zu dürfen,
wird es mutmaßlich wohl nicht viel von seinem Nichtleben merken.
Also meine ich wohl nicht das Kind selbst.
Einige Frauen bereuen nach der Abtreibung zutiefst ihre Entscheidung und müssen mit dieser ihr Leben lang auskommen.

Aber gehörte zum „Schwanger werden“ nicht mehr als nur eine Frau?
Warum dann in den Köpfen der Menschen offenbar nicht auch das „Schwanger sein„?

Was ist mit den potenziell werdenden Vätern? Warum reicht allein der Wille der werdenden Mutter Frau aus und
warum wird nicht der Wille des potenziellen Vaters berücksichtigt?
Weil es der Körper der Frau ist? Die selbe Frau dürfte sich aller Risiken einer möglichen Schwangerschaft bewusst gewesen sein als
sie mit selbigem Körper dem einvernehmlichen Verkehr beiwohnte.
Andersherum darf ein Mann auch nicht den Abbruch verlangen, wenn er unwillentlich ein Kind gezeugt hat und
die Frau das Kind zur Welt bringen möchte. (Und das ist auch gut so!)
Gleichzeitig muss er dann aber – obwohl er das Kind nie wollte – für den Unterhalt des Kindes aufkommen.

Daher nochmals die Frage; warum darf allein die Frau entscheiden, ob sie das Kind zur Welt bringt?
Anders formuliert; warum darf allein die Frau entscheiden, ob sie das ungeborene Kind des Vaters töten abtreiben darf?

Solange sich diese grundlegende Einstellung nicht in den Köpfen der breiten Masse der Menschen ändert,
brauchen wir nicht länger über Themen wie Emanzipation (Gleichberechtigung gibt es nicht nur für Frauen),
Frauenquoten, veraltete Geschlechterrollen, unfaire Frauengehälter und Homo-Ehen reden.

 

Nun folgend meine ganz persönliche Meinung, die ich zuvor auch in Diskussionen bereits genannt habe:

Ein Schwangerschaftsabbruch der Frau sollte unter schwere Strafe gestellt werden, wenn der werdende Vater dagegen ist. Es ist niemals „nur die Frau“ schwanger. Wenn die Frau kein Kind will, dann ist das okay, dann muss sich hinterher auch der Mann allein darum kümmern, aber wenn der Verkehr einvernehmlich war und selbst wenn es ein „Unfall“ war, dann hat die Frau nicht das Recht das ungeborene Kind des Vaters zu ermorden und sollte bei Abtreibung auch entsprechend für Mord bestraft werden. (Anders sieht es natürlich aus, wenn medizinische Gründe die Abtreibung nahe legen oder der Verkehr nicht einvernehmlich stattfand.)

 

Um die Emanzipation zu wahren; gleichzeitig sollte ein Mann, der noch vor Ablauf der Abtreibungsfrist (je nach Land wohl 12 Wochen) seinen Unwillen am Kindesleben notarisch ausdrückt, freigestellt werden von Unterhaltsansprüchen, sollte die Mutter das Kind dennoch zur Welt bringen wollen.

In beiden Szenarien darf dem Kind dadurch aber kein Nachteil entstehen, abseits davon dass erstmal einer der beiden Elternteile fehlt.
Wie? Genauso wie es von Rechtswegen soweit ich zurückdenken kann bereits geregelt war; der Staat greift unterstützend ein, wenn nötig.

Um zu verdeutlichen was ich damit meine, binde ich einen Auszug aus einer Diskussion ein, die ich heute führte:

Ein YT-Nutzer kommentierte unter ein aktuelles Video zum Irland-Referendum von SpiegelOnline:

Besser man treibt ab als Kinder zu haben auf die man keinen Bock hat und die dann einfach ein schlechtes Leben haben könnten, weil keiner sie will..
verstehe die Diskussion nicht, wenn es immer noch Kinder gibt um die sich keiner kümmert.
Sicherlich wird keiner von den „Pro Lifern“ eines dieser Kinder adoptierten… aber erstmal schön rumlabern [und] fürs Leben zu sein.. tolles Leben wenn die Eltern deine Existenz nicht juckt.

Worauf ich antwortete:

Und statt wesentlich besserer Alternativen zur Abtreibung sollte das ungeborene Leben lieber von vornherein im Keim erstickt werden?
Wenn Eltern sich nicht um ihre Kinder scheren, dann ist das traurig, aber sich wie Du dann hinzustellen und zu sagen:
„Wären sie mal lieber direkt abgetrieben worden, das wäre besser für sie gewesen.“ nimmt den Kindern von vornherein die Entscheidung,
ob sie das selbst gewollt hätten. Stattdessen wäre ist es die Pflicht des Staates hierbei einzugreifen,
die Kinder aus dem Elternhaus zu holen und in eine vernünftige Familie zu bringen.
Allein in Deutschland besteht quasi ein „Mangel“ an adoptierbaren
Kindern, denn es gibt etwa 7x so viele adoptionswillige Eltern als es überhaupt adoptierbare Kinder gibt.
Würde der Staat seiner grundlegendsten Pflicht nachkommen und solche Kinder schützen, so wären Abtreibungen niemals notwendig.
Ebenfalls hätten somit nicht nur 1 von 7 Paaren eine Chance ein Kind zu adoptieren.
Alle Fehler liegen allein beim Staat und seiner Unfähigkeit seiner Pflicht nachzukommen.
Die „grundlegendste Pflicht“ eines Staates ist übrigens ein simpler Handelsvertrag zwischen Bürger und Staat; Steuern gegen Schutz.

Kommt der Staat nicht seiner Pflicht nach seine Bürger (das schließt insbesondere Kinder ein) zu beschützen,

dann hat er auch sein Recht auf den Erhalt von Steuern verwirkt.

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